Hunderasse
Labrador Retriever
Kaum eine Rasse ist in Deutschland so beliebt wie der Labrador Retriever. Ursprünglich als Apportierhund für Fischer gezüchtet, ist er heute vor allem eins: ein geduldiger, menschenbezogener Begleiter, der sich in Familien genauso wohlfühlt wie im Hundesport.
- Herkunft
- Neufundland, verfeinert in Großbritannien
- Größe
- Groß
- Gewicht
- 25–36 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Aktivität
- Hoch
- Fellpflege
- Gering, haart aber saisonal stark
Wesen & Charakter
Labradore gelten als ausgeglichen, freundlich und außergewöhnlich lernwillig. Sie arbeiten gern mit Menschen zusammen, was sie zu beliebten Assistenz- und Rettungshunden macht. Aggression ist untypisch, Wachsamkeit auch. Wer einen strengen Beschützer sucht, ist hier falsch.
Pflege & Haltung
Ein Labrador braucht Bewegung und Aufgaben: ausgiebige Spaziergänge, Apportierspiele, Kopfarbeit. Sein kurzes Fell ist pflegeleicht, haart aber zweimal im Jahr kräftig. Der wichtigste Punkt ist die Fütterung: Labradore neigen stark zu Übergewicht, weil sie schlicht nie satt wirken. Feste Portionen statt freiem Zugang sind Pflicht.
Häufige Gesundheitsthemen
Hüft- und Ellbogendysplasie
Erbliche Gelenkfehlstellungen, die zu Arthrose führen können. Seriöse Züchter röntgen die Elterntiere.
Übergewicht
Die häufigste vermeidbare Erkrankung der Rasse. Regelmäßiges Wiegen und feste Portionen beugen Folgeschäden an Gelenken und Herz vor.
Progressive Retinaatrophie (PRA)
Erbliche Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann. Per Gentest bei Zuchttieren erkennbar.
Impfung & Vorsorge
Als Familien- und Freilufthund gehören die Core-Impfungen (Staupe, Hepatitis, Parvovirose) plus Leptospirose zum Standard. Für Reisen in der EU kommen Tollwut und ein Mikrochip dazu.
Allgemeine Rasse-Informationen, kein Ersatz für die Beratung durch deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
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